Windräder sollen im Waldpark Marienhöhe in Hamburg aufgestellt werden
Neues Vorhaben im Bereich der Kiesgrube in Sülldorf sorgt für Diskussionen über Energiepolitik, Landschaftsbild und Naherholung.
Im Waldpark Marienhöhe in Hamburg-Sülldorf sollen nach den aktuellen Planungen mehrere Windräder errichtet werden. Das Projekt knüpft an die politische Debatte um zusätzliche Flächen für erneuerbare Energien an und rückt insbesondere das Areal rund um die Kiesgrube in den Fokus.
Nach Angaben aus dem lokalen Umfeld wird derzeit geprüft, ob die topografische Lage des Geländes, die Erschließung über bestehende Wege sowie die Nähe zu bereits technisch geprägten Flächen für eine Windenergienutzung sprechen. Befürworter verweisen auf den Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Stromerzeugung. Kritiker wiederum sorgen sich um Sichtachsen, Naherholung, Naturraum und die Wirkung auf das Landschaftsbild im Westen Hamburgs.
Besonders die Frage, wie stark die Anlagen vom Talraum und von angrenzenden Spazierwegen aus sichtbar wären, dürfte eine wichtige Rolle in der öffentlichen Diskussion spielen. Die folgende zweite Visualisierung zeigt denselben Landschaftsraum mit stärkerer Fokussierung auf die geplanten Anlagen.
Vor einem möglichen Baustart wären in der Regel weitere Planungsschritte nötig, darunter fachliche Prüfungen, Abwägungen zu Immissionsschutz, Naturschutz und Bürgerbeteiligung. Schon jetzt ist jedoch absehbar, dass das Projekt zu den auffälligsten Infrastrukturthemen im Stadtteil gehören würde.